___Everything will slip away...__
I wanna hurt you

Jeder Atemzug ist vergeudete Zeit. Zeit, in der man nicht weiß, wer man ist, wozu man lebt, wofür es sich zu leben lohnt. Du stehst morgens mit dem Gedanken auf, dass das Heute nicht anders als das Gestern und das Morgen sein wird. Dass du auf ewig gefangen in einer Monotonie bist, die dir zwar nicht unangenehm ist, in der du dich aber ständig fragst, was dich alles aus der Bahn werfen könnte, wie leicht doch alles in die Brüche gehen könnte und du dann mit nichts dastehst.
Ich will nicht meckern, ich will auch nicht heulen, aber was soll man machen, wenn man das Gefühl hat, nicht dazuzugehören? Nur geduldet zu werden? Wie ein überflüssiger Atemzug, der lediglich vergeudete Zeit ist, dass du - egal wie oft du dir selbst Mut machst und dich zum Weitermachen anspornst - dir immer wieder bewusst wird, dass du damit nur auf der Stelle rennst. Und alle um dich herum maßlos von dir enttäuscht sind. Dass sie von dir etwas erwarten, was du nicht vollbringen kannst. Dass du der Stützpfeiler bist, der keine Sorgen kennt, auf den sich jeder stützen kann. Und dabei braucht du selbst am nötigsten eine Stütze. Aber da ist niemand. Alle sind freundlich zu dir, aber am Ende stehst du alleine da, weil du niemandem wertvoll genug bist, als dass er seine Zeit mit dir verbringen könnte. Sie kommen mit Ausreden, vertrösten und versprechen und tun dir am Ende doch immer wieder aufs Neue weh. Und du stehst dort und weißt nicht, was du tun sollst. Du bist so maßlos enttäuscht von deinem Leben, weil sich plötzlich alles als ein Trugbild entpuppt und hast eine maßlose Wut auf all die Menschen, die von dir eine perfekte Welt erwarten. Erwarten, dass du ihre Welt perfekt machst, du mit deinem permanent erwachenden schlechten Gewissen, und dabei schaffst du es nicht einmal selbst deine eigene Welt zumindest einigermaßen vor dem Untergang zu bewahren.
Bleibt nur die Frage, wie man diesen Zustand ändern soll. Auf all diese Trugbilder von Freunden verzichten und sich abwenden? Dann ist man allein und einsam. Aber wenn man weiter in diesem Zustand lebt, geht man daran kaputt, ohne dass auch nur jemand etwas davon bemerken würde. Man geht an den Problemen anderer zugrunde und am Gefühl von so vielen Menschen umgeben und doch so schrecklich einsam zu sein.
Am Ende bringt man es doch nicht übers Herz sie im Stich zu lassen, diese dummen, verlogenen Menschen, auch wenn man weiß, dass man sich selbst damit zerstört...

Yours Fin

Ach ja, ich war gestern in der Stadt. Wollte mir Handschuhe besorgen. Schwarz-weiß gestreifte und fingerlose. Am Ende war ich nur noch froh aus meinen Chucks zu kommen, auch wenn ich mit leeren Händen von meiner Tour zurück gekommen bin. Aber dafür habe ich bei der Hetzjagd nach dem Bus zwei Shops bemerkt, die ich mir das nächste Mal genauer ansehen werde.

Übrigens war es geplant, dass man mich begleiten sollte, aber - wie konnte es auch anders sein - ließ die Absage nicht lange auf sich warten.
3.10.07 19:51
 


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