___Everything will slip away...__
We're all dead

Das Leben ist scheiße. Jedenfalls auf den zweiten Blick. Auf den ersten denkst du dir lediglich, dass du einen Weg entlang gehst und hin und wieder über ein Hindernis steigen muss. Wenn du dann aber etwas genauer hinsiehst, merkst du, dass bei den ganzen Hindernissen irgendwie der Weg fehlt.
Irgendwie machst du einen Schritt nach dem anderen, siehst ein Problem, gehst darauf zu, mit dem Vorsatz es hinter dich zu bringen und anschließend ein schönes Leben oder zumindest eine schöne, entspannte Zeit zu haben. Denkste. Kaum, hast du das Hindernis überwunden, erschlägt dich nach fünf minütiger Freude über das Erreichte die Erkenntnis, dass du mit dem Lösen des Problems geradewegs das nächste heraufbeschworen hast. Verdammter Teufelskreis.
Im Grunde genommen ist es wie in der Schule: du arbeitest und rackerst, um einen Abschluss zu bekommen und dann als "gut" zu gelten und was hast du am Ende? Die kurze Freude über einen Wisch, einen wertlosen Papierfetzen und die Erkenntnis, dass du in der Arbeitswelt von ganz vorne anfangen musst. Unwissend. Die Schule bringt dir lediglich bei, wie du dich in der Arbeitswelt zu verhalten hast: wissbegierig, strebsam, unterwürfig, Arschkriecherei. Sie bereitet dich nicht auf die Dinge vor, die man später von dir verlangt, die du wissen und können sollst. Das musst du dir entweder selbst beibringen oder mühsam an Ort und Stelle lernen.
Es ist ungemein fustrierend, wenn man am Ende dasteht und weiß, dass man eigentlich nichts weiß. Und dass die letzten Jahre überfüllt von so viel sinnlos verstrichener Zeit war, dass allein der Gedanke daran grausam ist. Ich habe am Ende immer nur das Gefühl, dass ich unfähig bin, die schönen Momente festzuhalten. Sie dauern nie lange, höchstens ein paar Stunden, bis mich irgendetwas wieder zurück in die Realität holt und mir irgend ein fieses, kleines Stimmchen sagt "Idiot, du hast doch gerade erst angefangen". Man kommt sich idiotisch vor. Nichtsnutzig. Und wertlos. Und das ist beileibe kein schönes Gefühl. Irgendwie tut es auch weh. Vor allem, wenn man das Leben von anderen Leuten betrachtet oder diese auf das eigene Leben hinunterblicken, als wäre es Dreck. Wie oft bekomme ich zu hören "Ja, mach doch dies und mach doch das, dann hat du etwas Greifbares." und wie oft ich auch beteuere, dass ich eigentlich nichts machen will, was mir nicht gefällt, so oft denke ich doch heimlich auch, dass ich es vielleicht einfach machen sollte. Dann wäre ich zumindest ein kleines Zahnrädchen in einer riesen großen Maschine und nicht ein kleiner Virus, der überall herumschnuppert und sich dort einnistet, wo er nicht gebraucht wird. Dann wäre ich zumindest in irgendeiner Form nützlich. Aber schlussendlich sagt mein Kopf trotzdem wieder, dass das nicht das Wahre ist, dass es das nicht schon gewesen sein kann und dann mache ich mich doch wieder auf den Weg. Auf die Suche nach etwas, von dem ich noch nicht einmal weiß, ob es existiert...

Yours Fin
7.8.07 17:28



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